Der Gernsbacher Sportfischerverein „Petri-Heil“ hatte in den ersten Jahren seines Bestehens in der Regel im Frühjahr fangfähige Forellen (zumeist waren das damals die in den Zuchtbetrieben rasch wachsenden Regenbogenforellen) in sein Murglos Nr. 6, das von der Reichenbachmündung in Hilpertsau bis zur Hoeschbrücke reicht, eingesetzt. Damit sollte erreicht werden, dass seinen Mitgliedern im Jahresverlauf das Anglerglück in der Murg gesichert war. Seither hat sich viel verändert.
Der mit dem Regierungspräsidium abgeschlossene Pachtvertrag – zuletzt verlängert am 01.04.2020 – sieht seit Jahren nur noch vor, dass nur noch Forellenbrut bzw. einjährige Jungforellen und zwar ausschließlich Bachforellen eingesetzt werden dürfen.
Nachdem vor kurzem die Murg zur „Flusslandschaft der Jahre 2026/27“ gewählt worden war, wozu selbstverständlich auch ein gesunder Fischbestand der Murg gehört, sah sich der Verein veranlasst, mit seiner Fischerjugend in der letzten Februarwoche erneut rd. 2.000 einjährige etwa 13-15 cm kleine Bachforellen an verschiedenen Stellen ihres Murgloses, zumeist im Mündungsbereich der Seitenbäche einzusetzen. Diese Bereiche sind, so die Ansicht der Gernsbacher Petrijünger, wahrscheinlich kühler und sauerstoffreicher als andere Flachwasserzonen der Murg.
Ein gefährliches Leben steht den jungen Bachforellen trotzdem bevor. Zuerst müssen sie sich die passenden Unterstände unter ausgespülten Wurzeln der Uferböschung oder hinter kleinen oder größeren Murgwacken suchen, sofern diese noch nicht besetzt sind. Denn mit dem inzwischen hier heimisch gewordenen Kormoran steht ihnen ein sehr gewiefter Fressfeind gegenüber.
Die eingesetzten jungen Bachforellen kamen aus heimischer Aufzucht und zwar vom zertifizierten Fischzuchtbetrieb Harald Rieber in Staufenberg. Harald Rieber nahm unter den neugierigen Augen
des Anglernachwuchses die Besatzmaßnahme vor.

Wie auch in den vergangenen Jahren beteiligte sich der Gernsbacher Angelsportverein „Petri-Heil e.V.“ am Kinderferienprogramm der Stadt Gernsbach. So kamen am Nachmittag des 13.08.2025 insgesamt 13 erwartungsvolle Jugendliche, nicht nur Jungs, sondern auch Mädchen an den idyllischen Träufelbachsee, um einmal in das Angeln hineinzuschnuppern.
Vor der Fischerhütte wurden die Jugendlichen zuerst einmal mit der Theorie bekannt gemacht. Welche Fische gibt es im Träufelbachsee, mit welchem Köder kann man sie fangen, wie benutzt man die Angel usw.
Da es an diesem Nachmittag mit 33° besonders heiß war, hatte man die schattige Bergseite des Ufers am Träufelbachsee für das Angeln gewählt.

Ein kleiner Luftzug sorgte auch dafür, dass es in der Nachmittagshitze gut auszuhalten war.
Danach wurde fleißig die Angel ausgeworfen und auch jede Menge Fische gefangen, keine großen Kaventsmänner, sondern hauptsächlich Rotaugen und Barsche. Manche der Jugendlichen waren ja schon das zweite oder sogar das dritte Mal dabei und man konnte sehen, dass sie schon fast wie Profis zur Sache gingen.
Jörg Ludwig, Martin Sprenger und ihre Helfer sorgten dafür, dass alle Vorschriften, vor allem hinsichtlich des Tierschutzes eingehalten wurden und lösten auch selbst die von den Jugendlichen gefangenen Fische schonend vom Haken. Jedenfalls – so hörte man aus den Gesprächsfetzen der Jugendlichen heraus - hat ihnen der Nachmittag nicht nur Spaß gemacht, sondern auch viele interessante Erkenntnisse über das vielfältige Leben unter der Wasseroberfläche vermittelt. Vielleicht wurde ja bei dem einen oder anderen der Grundstein für eine spätere Anglerkarriere gelegt.
Kurz vor Beginn der Veranstaltung in der Stadthalle, hatte sich das Empfangskomitee vor dem Eingang der Stadthalle eingefunden, um die Anglerfreunde aus Baccarat zu begrüßen.
Für die Baccarater und die Gernsbacher Angler, war ein ganzer, langer Tisch in der Mitte des festlich mit den französischen und deutschen Farben geschmückten Stadthallensaales reserviert worden.






Man unterhielt sich – zumeist mit Hilfe unserer beiden Dolmetscher Gabi und Myriam – und ließ sich von der Musikkapelle Hilpertsau und zwei mit bunten Fahnen herumwirbelnden orientalischen Tänzerinnen unterhalten.
Es folgten die Reden der beiden Bürgermeister, Julian Christ von Gernsbach und Christian Gex von Baccarat sowie der Austausch der Gastgeschenke. Bürgermeister Christ erhielt eine große Vase aus der Cristallerie von Baccarat, Bürgermeister Gex eine 60er-Collage von historischen Bildern aus den vergangenen Jahren…


… sowie ein später verteilter, die vergangenen 60 Jahre symbolisierender Hefezopf.

Geehrt wurden auch die stellvertretende Bürgermeisterin von Baccarat, Yvette Coudray und Katja Weisshaar, die im Gernsbacher Rathaus für die Partnerschaften zuständig ist,
die Vorsitzenden der beiden Partnerschaftsausschüsse, sowie weitere Personen, die sich in den beiden Rathäusern um die Städtepartnerschaft kümmern.
Nach dem Imbiss folgte ein kleiner Rundgang durch die Altstadt von Gernsbach. An der an der Stadtmauer in der Waldbachstraße angebrachten Gedenktafel für den früheren Bürgermeister von Baccarat und Ehrenbürger von Gernsbach, George Bené, wurde ein kleiner Halt gemacht.

Es ging weiter die Faltergasse hinauf zum oberen Ende des evangelischen Friedhofs, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die evangelische Kirche und die malerische Murgpartie hatte.
Leider war die zur Besichtigung vorgesehene evangelische Kirche wegen der am Sonntag folgenden
Konfirmationsfeier geschlossen.
Der weitere Spaziergang führte über die Stadtbrücke, wo die die Damen aus Baccarat von den Gernsbacher Bleichhexen Kräutersträußchen angeheftet bekamen und auch Kräutertee zu trinken bekamen.



Viel los war natürlich im Katzschen Garten… …. wo man sich mit Kaffee und Kuchen stärken konnte
Auch an der Eisdiele wurde ein kurzer Halt
eingelegt…

… ehe man sich auf den Weg hoch hinauf zur katholischen Kirche machte, um dort einem gemeinsamen Konzert des Baccarater Chors „La Guériotte“, sowie der Jugendmusikschule und der Gruppe Musica Antiqua aus Gernsbach zu lauschen.
Ganz besonders gefiel Leonard Cohen’s Lied Hallelujah, bei dem auch die Anwesenden mitsingen
konnten.
Zum Abschluss besuchte man im Rathaus die Kunstausstellung von Skulpturen und Gemälden von Künstlern aus beiden Städten und konnte sich noch einmal bei einem kleinen Imbiss stärken ehe man auf dem Rathausvorplatz noch die Gastgeschenke austauschte: Wein aus Baccarat für die Gernsbacher Angler, Schwarzwälder Schinken und Kirschwasser für die Angelfreunde aus Baccarat, sowie ein besonderer Geschenkkorb für Hervé.
Etwas traurig war natürlich das große Abschiednehmen, aber es folgte das Versprechen, sich nächstes Jahr – Hervé meinte: un peu après Noel – wieder in Baccarat zu treffen.

Bilder vom "Fischessen" am Karfreitag am Träufelbachsee am 18.04.2025




die Friteuse wird angeworfen"
reicht der Kartoffelsalat?
jede Menge Zitronen





Die Forellen sind fertig zum Räuchern





Forellen einlegen
panieren
frittieren
fertig sind die leckeren Forellen
Unsere Pommes-Frites-Spezialisten im Einsatz



Unser tolles Kuchensortiment
In der Küche wird kräftig gewerkelt