Schon ganz zu Anfang, als der Träufelbachsee angelegt wurde, mussten die Mitglieder schwer mitanpacken, sonst hätte man das Vorhaben überhaupt nicht durchführen können. Es waren Bäume
zu fällen und Gestrüpp zu entfernen, Wege waren zu befestigen usw.
Mit der Fertigstellung des Sees war es aber dann nicht getan, denn auch wenn sich die Art der Arbeiten änderte,
es war immer viel zu tun: Das Mähen des umfangreichen Geländes um den See...
Fotos: Thomas Barthel
… die Befestigung des Seeufers, das durch die Wasserwellen immer wieder unterspült wird und danach etwas absackt …
… der Einbau von Sandfängen oberhalb des Einlaufs …
… sowie die Erfüllung der verschiedenen Auflagen der behördlichen Gewässer- und Dammschauen und vieles mehr. Dabei musste auch des Öfteren „schweres Gerät“ eingesetzt werden, das man sich zuvor ausgeliehen hatte.


Fotos: Thomas Barthel
Im Mai 1987 wurde so der Hochwasserüberlauf
entsprechend den Auflagen nach der Dammschau
zuerst ausgekoffert und dann mit Granitbrocken verfestigt. Darüber kam dann nur noch eine dünne Erdschicht. So soll verhindert werden, dass ein „Jahrhunderthochwasser“ nicht den ganzen Damm wegspült.
Der Träufelbach schwemmt bei jedem Starkwasser Unmengen von Geröll, Sand und Schlamm in den See. Um diesen Eintrag zu reduzieren, müssen die Sandfänge oberhalb des Einlaufs von Zeit zu Zeit ausgebaggert werden, der Sand danach zur Trocknung
abgelagert und anschließend auf dem an den See angrenzenden Grundstück ver teilt und planiert werden.
Foto: Klaus Geist
Den Eintrag unmittelbar nach dem Einlauf zu entfernen, das können unsere Vereinsmitglieder nicht selbst bewerkstelligen; dazu müssen wir ein Unternehmen mit einem entsprechenden Gerät beauftragen, was dann natürlich jedes Mal ein großes Loch in unsere Vereinskasse reißt.


Fotos: Thomas Barthel
Nicht verschont werden wir auch von
umstürzenden Bäumen.
Hier sind – nach einem Unwetter - einige Bäume auf unsere Wege gestürzt.
Die Bäume mussten mühsam
zerkleinert und mit dem Unimog aus dem
oberhalb liegenden Wald bzw. aus dem
See gezogen werden.

In der Anfangszeit nach Fertigstellung des Sees wurden die einzelnen Arbeitseinsätze vom 1. oder 2. Vorsitzenden organisiert, indem alle Mitglieder per Rundbrief zur Mithilfe aufgefordert wurden,
wobei die jeweiligen Arbeitsgeräte wie Mähmaschine, Sensen, Rechen, Gabeln und Schaufeln jeweils mitzubringen waren. Als Lohn für die geleistete Arbeit war dann jeweils ein kleiner Sonderbesatz im See vorgenommen worden, auf den die Helfer im Anschluss an die getane Arbeit angeln konnten.
Schon bald zeigte sich, dass der Eifer der Mitglieder bei den Arbeitseinsätzen allmählich immer mehr nachließ. Den See als schönes Angelparadies hatte man nun ja schon und es gab ja zumeist immer wichtigere eigene Termine, die man hatte. Im Übrigen eine Erscheinung, die – teilweise noch verstärkt - bis in die heutigen Tage anhält. Der Verein sah sich daher gezwungen, von jedem
erwachsenen Mitglied bis zum Beginn seines Rentenalters pro Jahr 10 Arbeitsstunden zu verlangen.
Ganz am Anfang gab es dann auch eine „Belohnung“ für den „Arbeitsdienst“ am See; derjenige, der die Arbeitsstunden abgeleistet hatte, konnte statt der Jahresfangmenge von max. 8 Kg so genannter „Gutfische“ also Forellen, Äschen, Schleien und Karpfen, dann 10 Kg an Land ziehen. Dieses Lockmittel hatte leider keinen durchschlagenden Erfolg, also entschied man sich schon bald darauf, zu verlangen, dass die nicht geleisteten Arbeitsstunden mit Geld ausgeglichen werden müssen, anfangs 10 DM je nicht geleisteter Arbeitsstunde, nach der Euroeinführung dann 10 Euro. Dieses System gilt bis heute.
Hatten – wie erwähnt - in den ersten Jahren der 1. und 2. Vorsitzende, die Organisation der Arbeitseinsätze vorgenommen, wurde Mitte der 1980er Jahre ein eigener Posten „Arbeitswart“
gebildet. Nachdem die Satzung einen solchen Vorstandsposten nicht vorsah, wurden dafür – später auch für die Posten des Fest- sowie des Hüttenwarts – Beisitzer von der Mitgliederversammlung
gewählt, denen dann diese speziellen Aufgaben übertragen wurden. Arbeitswarte waren seitdem:
Ab dem Jahre 2014 galt eine neue Satzung mit vier gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern. Die Arbeit am See werden seither vom Vorstand des Geschäftsbereichs 4 (Anlagen und
Festbetrieb) organisiert. Vom Jahre 2014 bis 2019 war dies Thomas Barthel, seit der Mitgliederversammlung für 2019 ist dies Rüdiger Hylla.
Wilfried Zimmermann (1986 – 1988)
Stefan Eisenbarth (1988 – 1992)
Stefan Weiser (1992 – 1996)
Hans-Jürgen Gerweck (1996 – 1998)
Stefan Eisenbarth (1998 – 2006)
Thomas Barthel (2006 – 2014)
Rüdiger Hylla (2019-