Angelveranstaltungen

Angelveranstaltungen

Ein Angeln in der Murg um den „Murgpokal“ gab es ebenfalls eine Zeit lang; dabei kamen vor allem die Angler zum Zug, die sich in der Murg auskannten, wo kam man gut hin, wo waren die Gumpen, wo standen die Forellen in der Regel. Andere gefangenen Fische wie z.B. Döbel kamen dabei nicht in die Wertung.
Auch ein „Eddi Schiener-Gedächtnisangeln“ war dabei, das einige Jahre nach seinem Tod im Träufelbachsee durchgeführt wurde.
In den letzten Jahren haben sich auch „Nachtangeln“ eingebürgert, die sich zumeist im Spätsommer – verbunden mit einem Grillfeuer am See – großer Beliebtheit erfreuen.
Seit es im Träufelbachsee mit dem Hecht auch Raubfische gibt, etwa seit Mitte der 2010er Jahre wurde probeweise auch einige „Raubfischangeln“ durchgeführt, bei denen ganz schön kapitale
Hechte am Haken waren.
Ein Weihnachtskarpfenangeln gehörte eigentlich auch immer zum Jahresprogramm; es ist natürlich wetterbedingt – wenn der See zugefroren war – manchmal ausgefallen. Auch die Ausschreibung der Teilnehmer war unterschiedlich: manchmal nur für die Vereinsmitglieder, manchmal konnten sie Freunde mitbringen, manchmal waren die befreundeten Fischervereine dazu eingeladen. Jedenfalls wurden die Teilnehmer immer bestens verpflegt, wobei manche Angler nur kamen, weil es – neben dem Glühwein – „Kraut mit Schnuffel“ gab. Etwas, das auch in den kleinsten Dorfwirtschaften der Gegend nicht mehr auf der Speisekarte steht.


Vom kalten Wetter ließen sich die „Weihnachtskarpfenangler“ jedenfalls nicht stören, wie die Bilder aus dem Jahre 1975 beweisen:

In den vergangenen 50 Jahren sind zwei Angelveranstaltungen ununterbrochen durchgeführt worden: das An- und das Abangeln am Träufelbachsee. Zumeist waren die Anangeln Ende März und
sie waren das erste Angeln im Jahr überhaupt. Das Abangeln fand in der Regel Ende September statt, dann nur noch gefolgt vom Weihnachtkarpfenangeln.
Die übrigen Angelveranstaltungen haben sich im Zeitablauf geändert, manchmal fanden sie einige Jahre lang statt, wie zum Beispiel das Döbelangeln in der Murg, wobei sowohl das Gewicht der gefangenen Döbel gewertet wurden als auch der größte Döbel überhaupt. In dieser Zeit gab es dann auch einen „Döbelkönig“, der einen großen Pokal erhielt. In diesen Jahren – noch vor der Invasion der Kormorane – waren die Murg voller Döbel und sie ließen nicht zu, dass sich die Bachforellen in der Murg vermehrten. Also musste viele Döbel gefangen, gelandet und einer Verwertung zugeführt werden. In einschlägigen Kommentaren kann man ja nachlesen, dass die Döbel „wie nasse Watte“ schmecken würden. Dabei gab es in unseren Reihen Spezialisten, von denen die sehr grätenreichen Döbel wie „Bratheringe“ zubereitet wurden und dann auch hervorragend schmeckten. Hier sind einige Döbelkönige genannt:

Man angelte aber nicht nur in den eigenen Fischwassern, sondern man begab sich auch auf Angeltour in die raue Nordsee. Auf einem etwas verfärbten Dia von Klaus Ludwig von Anfang der 1980er Jahre kann man auf dem Boot in der Nordsee vor den Felsen von Helgoland erkennen:

Ganz links Erich Jägle, dann Manfred Kugel, hinter ihm Willi Rath, der Mann mit der Kamera ist Horst Luft, neben ihm Horst Dannhauser, dann Egon Kieser, dahinter mit der schwarzen Mütze Siegbert Sprenger.

Mit dabei, aber nicht auf dem Bild, war Rolf Lehmann.

Um die jährliche Königwürde generell wurde ebenfalls geangelt und zwar sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. In den Anfangsjahren gab es dabei nur eine Veranstaltung im Jahr, mit der die Königswürde ermittelt wurde. Derjenige, der an diesem Tag das höchste Gewicht gefangen hatte, wurde Fischerkönig. Ab Mitte der 1980er Jahre wurden dann – auch um den Besuch der Angelveranstaltungen zu intensivieren – das Gewicht aller bei den Jahresveranstaltungen gefangenen Fische in die Wertung aufgenommen. In den späteren Jahren (ab dem Jahre 2010) wurde der Modus erneut geändert und man bekam für die Teilnahme an den Jahresveranstaltungen jeweils 1.000 Punkte, zu denen dann noch das Gewicht der gefangenen Fische – in Gramm – hinzuaddiert wurde. Dieser Modus gilt bis heute. Fischer“königinnen“ waren, soweit sich dies aus dem Archiv feststellen ließ:

Bei den Männern wurde seit 1972 um die Königswürde geangelt. Ab dem Jahre 1974 wurde die „Fischerkönigswürde“ dann ganz besonders durch eine dem Sieger verliehene
Kette symbolisiert, die dann bei jeder Veranstaltung getragen werden musste, bis ein neuer Fischerkönig feststand. Für diese Kette war extra eine große lorbeerumkränzte Plakette mit einem großen Fisch angeschafft worden.


Hier sehen wir Eddi Schiener mit Erich Weiler,
dem Fischerkönig des Jahres 1974 und somit
dem ersten Träger der neuen Königskette.

Schon wenige Jahre später – die alte Königskette war verschwunden – wurde eine neue Kette angeschafft und zwar wiederum mit einer größeren Plakette, nun aber mit dem eingeprägten Vereinssymbol. An den einzelnen Kettengliedern wurden kleinere Scheiben angebracht, in
die das Jahr und der Name des jeweiligen Fischerkönigs eingraviert wurden. Und so sah sie nun aus: Oswin Weiser, als Fischerkönig
des Jahres 1979 mit der umgehängten Königskette. In den späteren Jahren, als kein Platz mehr an der Kette war, um die Namensscheiben anzubringen, wurde jeweils ein Pokal verliehen. Fischerkönige bei den Männern waren, auch hier, soweit dies aus den gesammelten Unterlagen noch festzustellen war:

Für die „Stipp“-spezialisten war in den vergangenen Jahren auch immer gedacht worden. Im See befindet sich in der Regel eine größenmäßig gut sortierte Weißfischpopulation, die regelmäßig –
soweit sie erhältlich sind – durch jährliche Besatzergänzungen aufgefüllt werden. Für die rel. kleine aber sehr begeisterte Gruppe dieser Stippfischer findet auch einmal Jahr ein Angeln
um den „Stippfischerpokal“ statt. Die Preisträger waren:

Aus dem Vorangegangenen kann man erkennen, wieviel Arbeit an den Sportwarten des Vereins hing. Es war ja nicht nur das Ausstecken der Plätze am Träufelbachsee oder das Wiegen am Ende der Angelveranstaltung. Es ging auch immer wieder darum, genügend Mitangler zu finden, um die Angelfeste oder Angelveranstaltungen der befreundeten, umliegenden Angelvereine zu besuchen.
Um all dies mussten sich die jeweiligen Sportwarte kümmern und hier sind die Sportwarte der vergangenen 50 Jahre:












Ab dem Jahre 2014 galt eine neue Satzung mit vier gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern. Die sportlichen Angelveranstaltungen werden seither vom Vorstand bzw. seinem Vertreter des Geschäftsbereichs Sport und Jugend organisiert. Das sind seit dem Jahre 2014 Jörg Ludwig und Martin Sprenger.

Kurt Hecker
Wolfgang Scheller
Christian Haag
(1972 – 1978) Benno Hurrle
(1988 – 1992) Erich Jägle
(1978 – 1988)
(1992 – 1996)
(1996 – 2000) Onofrio und Adriano Vitale (2000 – 2005)
Nils Merzig und Martin Sprenger (2005 – 2010)
Nils Merzig und Florian Geist (2010 – 2014)